Aufstehn, der Wecker hat geklingelt.

Nun ja. Für Weichgespülte ist das nix.
Aber Weichgespültes und sozial Verträgliches gibt es eigentlich schon genug. Gerade in der Hamburger Kunstszene. Und hier meine ich alle Kunstströmungen.

Das hat doch mal wachgerüttelt. Die pacmanartigen Bewegungen, die Mangamasken, das Blut, die Messer, der Krach, das Schrille, die Trommeln.
Die Verweise auf das nur allzu menschliche unserer Zeit, in der Sensationen zwar schnell, bunt, blutgetränkt und laut sein dürfen. Aber dann bitte doch mit Gehörschutz und der Möglichkeit, dass es ja nur Marketing ist – und bloß nicht echt. Und wenn doch echt, bloß nicht in meinem Vorgarten. Dann müsste ich ja damit auseinandersetzen.

NÔT war dann auch Marketing. Das von der anderen Seite. Die Seite auf der es heißt: „Huhu. Schaut einmal. Das kommt dabei raus, wenn der Mensch menschlich ist. Und jetzt gehet hin und verkündet es allen.“

Kunstformen, wie NÔT sagt mir dann doch, dass es da draußen noch Menschen gibt, die etwas anderes im Sinn haben, als das Gemütliche, das Ungefährliche, das Anschmiegsame.

Es war nicht alles gut, was ich dort gestern gesehen habe. Aber es war brillant dazu geschaffen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Den „Consumer“ von denen zu trennen, die bereit sind, sich auch einmal auf etwas unangenehmes einzulassen.

Nämlich auf das Menschliche.